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Wer wir sind
Die Stadtteil-Gewerkschaft “Solidarisch in Favoriten” ist eine Organisation in (Inner-)Favoriten. Wir treffen uns in der Nachbarschaft und kämpfen gemeinsam für ein besseres Leben.
Solidarisch heißt für uns: Wir organisieren uns nach dem Motto „touch one – touch all“. Das heißt, wenn ein Mitglied ungerecht behandelt wird und sich dagegen wehren möchte, helfen und kämpfen wir alle gemeinsam mit der Person.
Was wir tun und warum
Wir wollen Strukturen gegenseitiger Hilfe (engl. Mutual Aid) aufbauen, um unsere Lebensbedingungen konkret zu verbessern. Wir wollen das zusammen mit anderen Menschen in der Nachbarschaft machen.
Wir wollen nicht, dass die Reichen immer reicher und mächtiger werden1 und gleichzeitig Armut, Kriege, Klimakrise und Diskriminierung2 vielen von uns das Leben schwer machen. Wir kämpfen also für konkrete Verbesserungen unserer Lebensbedingungen. Und wir kämpfen für eine grundlegend andere Gesellschaft, in der diese Probleme gar nicht entstehen.
Unser Ziel ist eine Welt und Wirtschaft, in der es darum geht, dass es allen3 Menschen und der Natur gut geht.
So eine grundsätzliche, radikale Veränderung in der Gesellschaft muss von einer sozialen Bewegung ausgehen, bei der viele Menschen mitmachen. Deswegen vernetzen wir uns mit anderen Organisationen und Stadtteil-Gewerkschaften. Ein gutes Leben in Favoriten darf nicht bedeuten, dass in anderen Teilen der Welt Unrecht passiert. Wir denken international.4
Wie wir arbeiten
Gemeinsame Entscheidungen treffen:
Die Stadtteilgewerkschaft ist eine basisdemokratische Organisation und hat keine Chef*innen. Das heißt, die Organisation gehört den aktiven Mitgliedern. Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Sie gelten für alle Mitglieder.
Unabhängig:
Die Stadtteilgewerkschaft ist unabhängig von staatlichen Institutionen, Parteien, Unternehmen, den offiziellen Gewerkschaften und religiösen Einrichtungen. Finanzielle Unterstützung nehmen wir nur an, wenn wir uns inhaltlich nicht verändern müssen.
Gegenseitiger Respekt:
Gegenseitiger Respekt ist eine Grundlage der Stadtteilgewerkschaft. Respekt bedeutet, dass wir einander ernst nehmen und uns zuhören, auch im Konflikt. Wir achten die Grenzen von anderen. Wer gegenüber anderen Mitgliedern oder anderen Menschen diskriminierend oder gewaltvoll handelt und sich auch nicht mit Kritik beschäftigen will, kann nicht länger Mitglied bleiben.
Fehler-freundlich:
Wir sind alle in einer Welt voller Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Vorurteilen aufgewachsen. Diese Erfahrungen prägen uns. Wir werden es nicht immer schaffen, respektvoll zu sein und niemanden zu diskriminieren. Wir werden Fehler machen. Wir wollen voneinander lernen und einander sagen, wenn wir diskriminierend sprechen oder handeln.
Bewusstsein für Unterschiede5:
Wir sind verschieden aufgewachsen und haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Wir haben unterschiedliches Wissen, unterschiedlich viel Zeit und Kraft. Manche von uns erleben mehr Benachteiligung oder Diskriminierung als andere. Wir wollen über diese Unterschiede reden und Ungleichheiten abbauen.
Barrieren mitdenken und abbauen:
Wien-Favoriten ist vielfältig und mehrsprachig. Das wollen wir als Stadtteilgewerkschaft auch sein. Verschiedene Sprachen und Übersetzen gehört für uns dazu. Genauso können nicht alle Menschen auf die gleiche Weise an Versammlungen oder Gesprächen teilhaben. Wenn Menschen Barrieren beim Bewegen, Zuhören, Sprechen oder Lesen erleben, möchten wir diese abbauen.
Gemeinsam lernen:
Wir haben alle einen persönlichen Schatz an Wissen und Erfahrungen. Diesen wollen wir teilen. Wir möchten auch von Menschen lernen, die schon vor uns gekämpft haben. Da nicht alle den gleichen Zugang zu diesem Wissen haben, möchten wir uns gemeinsam bilden und stärken.
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